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Lehr(n)methoden

Unsere Lehr- und Lernmethoden werden gezielt auf den jeweiligen Schülerbedarf abgestimmt.  Unsere engagierten Lehrkräfte können sich mehr als anderswo auf jedes Kind einlassen, auch im Fall von holprigen Lernverläufen, weil wir gut zertifizierte  Fachkräfte, wirklich  kleine Klassen (ca. 9-15) und letztlich immer  talentierte Schülerinnen und Schüler haben.

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Schüler/innen aus unterschiedlichen Jahrgängen hier im Gruppenbild mit Ilkin Özisik (Bildungspolitiker) und Raed Saleh (Fraktionsvorsitzender der Regierungspartei), die am 30.4.2015 verschiedene Unterrichtsstunden besuchten und dort vorbildlich mitmachten (in Deutsch, Französich, Spanisch und Ethik) sowie auch am 26.1.2016 Frank Jahnke am Haupteingang.  Am 15.10.2015 besuchten unsere Schüler/innen Dr. Jan-Marco Luczak im Bundestag zur Flüchtlingsdebatte mit anschließend lebendiger Diskussion.  An den Fahnen gingen wir vorbei, als wir im Juli 2017 das EU-Paralment besuchten.

Individuelle Betreuung   Image result for Erfolgreich unterrichten durch kooperatives Lernen

Unsere individuelle Betreuung im gemeinsamen Miteinander schafft ein Lernumfeld, das Ängste in Bezug auf das Lernen abbaut und darüber hinaus motivierend wirkt. In einem ersten Schritt kommen wir zu Erfolgserlebnissen und durch systematische Wiederholung von Gelerntem auch zu langfristigem Lernerfolg.  Schüler/innen, die nicht mitkommen, müssen sich in Absprache mit Lehrkräften und Eltern zu Einzelmaßnahmen verpflichten.  Niemand wird allein gelassen.  Im Gegenteil, denn im Unterricht wollen unsere Lehrkräfte erfolgreich unterrichten durch kooperatives Lernen  so der Buchtitel von Tobias Saum und Ludger Brüning, der dies mit Kompetenzbezug auch hier (anklickbar) erläutert. 

Aufgrund der kleinen Klassen schaffen wir es oftmals, die zentralen Vorgaben der Rahmenpläne vorzeitig zu erfüllen, auf diese Weise entsteht Raum für Neues.  Zudem haben alle Klassen ab 2013/2014 nicht bloß Musik oder Kunst, sondern Musik und Kunst, um Kreativität zu fördern.  Wir streben eine Leichtigkeit für neue Ziele an und diese werden dann häufig erreicht.  Seit Oktober 2015 bieten wir monatlich verfügbare Übersichten zur Zensurenentwicklung für Eltern, damit sie sehr frühzeitig erkennen, in welchem Bereich sie zu hause helfen sollen, unsere Ansprüche zu erfüllen, indem sie die Ergebnisentwicklung mit ihrem Kind besprechen und (so zumindest mit dieser Reflexion) gezielt beeinflussen.

Gestaltung des Unterrichts   Image result for hilbert meyer was ist guter unterricht 

Für die Unterrichtsgestaltung gibt es neben modernen Lernmedien wie Buch, Lernvideo, Flipchart und elektronischen 'smart boards' auch

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unterschiedliche Lernmethoden (méthodos = der Weg).  Quo vadis?  =  Wohin des Weges?  Lernmethoden sind Wege, die dabei helfen, das Unterrichtsthema zu strukturieren und zu bewältigen. Für den Unterricht sollte ein zum Thema passender Weg gewählt werden. Empfehlenswert sind mehrere Methoden und ein Methoden-Schwerpunkt je Unterrichtseinheit.  Zum Beispiel Partner- oder Gruppenarbeit, angefangen mit Brainstorming dazu, was den Schülerinnen und Schüler zum Thema einfällt, nach einem Lehrgespräch folgt Gruppenarbeit, deren Ergebnisse schließlich am FlipChart präsentiert und auf der Tafel zusammengetragen werden.              

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Seit März 2015 legen wir zunehmend Wert auf fächerübergreifende Abstimmung von (ggf. globalen) Inhalten im Rahmen unseres Schulprofils.  Die Abstimmung spiegelt sich wieder in der Entwicklung unserer schulinternen Stoffverteilung (in jedem Fach haben wir detaillierte Pläne), unserem so entstehenden Curriculum und unserem Schulprogramm, mit dem wir die lebendige Schullandschaft in Berlin zu ergänzen suchen.  Unsere Lehrkräfte hospitieren sich gegenseitig und unsere Qualitätsberater leisten Hinweise zur Verbesserung.  In dem eben obigen Buch wird formuliert (Band I, 2009:13): Kein Unterricht ohne Denkzeit, kein Unterricht ohne Austausch und kein Unterricht ohne persönliche Verantwortlichkeit.“  Wieso 'persönlich'?  Weil alle Anwesenden beteiligt sind!

 

Kompetenzerwerb a'la Europa  

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In unserem Schulprogramm zielen wir anders als andere Schulen auf die wissenschaftlich dargelegte Bandbreite der Kompetenzen, nämlich Stufe für Stufe anhand von Rastern (Institut Beatenberg) und dann auch sinndimensional in Bezug auf Sach-, Sozial-, Temporal- und Medialkompetenz (vgl. N. Luhmann).  Entsprechend der ab 2017 neu geltenden Rahmenpläne für Berlin und Brandenburg steht in dieser Region der Kompetenzerwerb sowieso im Mittelpunkt.  Wir denken dabei zusätzlich an löwenstarke Lebenskompetenzen, Marshall B. Rosenberg spricht von "Life-Enriching Education", die EU förderte diesbzgl. Schulgründungen mit der Direktorin Mia Shapiro in Italien, Israel und Palestina auf Grundlage der non-violent communication, die für uns der kompetente(re) Weg ist. 

Hört sich schön an, ist aber bloß ein Weg, kein Ergebnis.  Auch in unserem Untericht: Kompetenz gibts nicht von der Stange.  Das alles heißt in Berlin zumindest dies: mittels jeweils passender Kompetenzen sollen es am Ende jeder Etappe die Schülerinnen und Schüler sein, die wissen, wie sie recherchieren, analysieren und kritisieren können - anders gesagt und stärker problemorientiert: wie sie mit ihrem jeweiligen Nichtwissen umgehen können, um am Ende des jeweils eingeschlagenen Weges zu intelligenten Lösungen zu kommen.  Auch mit der Wahl einer Schule wird ein Weg selektiert.  Am Europa-Gymnasium umfasst die Schullaufbahn gegenwärtig das (gleichwertige) sogenannte Nichtschüler-Abitur und -MSA (Mittelstufenabschluss) mit dem Vorteil eines umfassenden Bildungsnachweises.

Bilingualität und Förderung   Image result for the multilingual turn

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Bilingualer Unterricht trägt zur Ausbildung von Kernkompetenzen bei, die für Studium und Beruf elementar sind.  Im politisch und wirtschaftlich zusammenwachsenden Europa bedeutet jede Fremdsprache eine erhebliche Verbesserung beruflicher Chancen.

  Zur effektiven Erlernung von Fremdsprachen empfehlen Sprachwissenschaftler ihre Anwendung in anderen Unterrichtsfächern.  Bi-lingual heißt zwei-sprachig, aber hier mit einer Präferenz.  Wir haben eine Präferenz für Englisch, welche bei uns vom Herzen kommt.  Doch in Fächern, in denen wir für diese Präferenz bloß sanften Druck ausüben, reden wir von einem Unterricht, der halb-bilingual ist.  Dort bleibt dann die Hauptsprache Deutsch (siehe ggf. die Verordnung). 

Englisch - das weltweit einflussreichste Kommunikationsmittel - wird bei uns stufenweise integriert: punktuell in Chemie, Informatik und Sozialkunde (bzw. Politische Bildung) sowie ggf. auch in Physik; zudem halb-bilingual in Wirtschaft (bis 2015/2016, anschl. zumindest phasenweise), Ethik und Philosophie (d.h. bei uns überwiegend in Deutsch, insb. in Kl. 7 und 8) sowie bilingual in Biologie (dort modualisiert und gemäß der Ausführungsvorschriften für bilingualen Unterricht mit Zusatzaufwand) wie auch seit 2009 in Musik.   Auf der letzten bilingualen Stufe erfolgt der Unterricht fast ausschließlich in Englisch: neben dem Schulfach Englisch (mit Abstrichen in Kl. 7 und 8) zunehmend in Sport (seit 08/2014) und Kunst (seit 02/2015).  Native Speakers are welcome. 

image001.jpg - 896.53 kbIn Sport, Kunst und auch in Musik funktioniert das recht fix; manchmal unbewusst, spielerisch und auch mal ohne Bücher.  Die bilinguale Ausbildung zeichnet sich jedoch nicht dadurch aus, zwei Sprachen locker und gerecht zu mischen (deutsch/englisch, oder auch mal spanisch/deutsch, deutsch/französisch etc.), sondern die jeweils zentralen fachlichen Aufgabenstellungen möglichst in der Zielsprache zu bearbeiten.  Alle Schüler/innen an unserer Schule kommunizieren somit zunehmend in Englisch, indem wir dies in ausgewählten Fachgebieten mit unterschiedlicher Stärke fördern.  Dort wird auf Deutsch, soweit dies geht, absichtlich verzichtet.  Freilich ohne es zu übertreiben, denn die kompetente Aufgabenbearbeitung bleibt immer die Hauptsache.  Nur sie wird zensiert.  

Alle Schülerinnen und Schüler, die mit ihren Zeugnisnoten in einem Kernbereich Schwächen aufweisen - Mathe, Sprache (Englisch, Französisch, Spanisch) oder auch im geisteswissenschaftlichen Bereich (Ethik, Sozialkunde und insbesondere Deutsch) - müssen ab dem Schuljahr 2014/2015 wöchentlich kostenlos am entsprechenden Förderangebot teilnehmen, damit die aufgetretenen Schwächen versorgt werden.  Im Übrigen wollen wir die deutsche Sprache ganz sicher nicht vernachlässigen, daher gibt es in 50% unserer Fächer eine Präferenz für Deutsch, nämlich in Geschichte, in Geografie, in Deutsch, in unserer bloß punktuellen Fächergruppe (s.o.) sowie auch, obgleich es dort fast egal ist, derzeit in Mathematik. 

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During the school year 2014/15 the students at Europa-Gymnasium started with painting their class rooms during the first week, had 2-3 hours instruction in the first semester, focused on drawings and colors, made sculptures out of clay, and the 9th graders studied art history.  Then they had the opportunity to not only develop their  artistic skills, but also to gain an understanding of why these skills are important to the wider community.

In the end, we have covered a range of artists that allow the students to see the historical significance of the importance of Art during the first and second World Wars, and their influence on people working within the creative industries today. In the second semester, we began by studying the Futurist and Vorticist movements, and moved through Pop Art to encounter Contemporary and Street artists. The students have learnt to construct 3 dimensional animal forms from folded paper, design trainers and Graffiti slogans, and make their own T-shirts using spray paint and stencils.

A current high in December 2016 was a postcard contribution that was acknowledged by the European Youth Press. This was followed by the exhibition of self-portrais at the Kabbalah Centre in March 2017.  After that, we had amongst other things work on photos with the help of UdK Berlin, which shall be published in 2017/18:


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Alaa, in his self-created box, Art course 2017

Denk mal

Den zugehenden Weg deutet uns Niklas Luhmann (den zu lesen sei wie Techno zu hören) in seinem Buch Das Erziehungssystem der Gesellschaft (posthum Frankfurt a.M. 2002:198): "Es müßte folglich eine Pädagogik geben, die den zu erziehenden Nachwuchs auf eine unbekannt bleibende Zukunft einstellt. Dabei geht es nicht nur um das gewohnte Nichtwissen, um Informationsbedarf und um die Einsicht, daß man mit wenig Information auskommen muß, weil mehr Information die kognitiven Kapazitäten rasch überfordern, das heißt: nicht mehr in Wissen umgearbeitet werden könnte. Das auch, aber die wichtigere Einsicht ist, daß das Unbekanntsein der Zukunft eine Ressource ist, nämlich die Bedingung der Möglichkeit, Entscheidung zu treffen. Die Konsequenz wäre, daß das Lernen von Wissen weitgehend ersetzt werden müßte durch das Lernen des Entscheidens, das heißt: des Ausnutzens von Nichtwissen." In der Lage, dass wir wissen, dass wir weniger wissen, als wir wissen müssten, um sichere Wege zu beschreiten, ist ein regelmäßiges Entscheiden, das berücksichtigt, was wir nicht wissen, der Weg, nicht bloß mit unseren Welten besser klar zu kommen, sondern auch neue Wege und Welten zu schaffen.